Bereits im Jahre 879 schrieb der kroatische Herrscher Branimir Papst Johannes VIII. einen Brief, in dem er ihm Treue und Gehorsam verspricht. Papst Johannes VIII. antwortete mit dem Brief vom 7. Juni 879 und schrieb, dass er die hl. Messe am Grabe des hl. Petrus feierte und zugleich um Gottes Segen für Branimir, sein Land und sein Volk bat und seinen apostolischen Segen spendete. Ebenso ist der schätzenswerte Schriftverkehr zwischen Papst Johannes X. (914-928) und dem kroatischen Herrscher Tomislav erhalten, bzgl. der ersten Sinode (925) in Split, indem zum ersten Mal in einem internationalen Dokument ein kroatischer König erwähnt wurde. Den kroatischen König Zvonimir krönte Gebizon, ein Legat des Papstes Gregor VII. im Jahre 1075. Zu dieser Zeit kam es zum Zerfall der Ost- und Westkirche. Zvonimir verspricht ebenso dem Papst Treue und bindet sich daran, dass er in seinem Königreich eine kirchliche Reform durchführen wird: Witwen zu schützen und um Gerechtigkeit zu sorgen; "Das die Starken nicht die Schwachen unterdrücken".
In der Zeit des kroatischen Königreiches mit Führern aus dem eigenen Volke, haben unter den Kroaten die Benediktiner gewirkt, die einen unauslöschlichen Stempel in den Bereichen der Kirche, der Kultur und des Staatsleben zu dieser Zeit aufgesetzt haben.
Als 1102 Kroatien seine eigene Dynastie verloren hat und in die Personalunion mit Ungarn eintrat, sind die Benediktiner langsam ausgestorben und dem kroatischen Katholizismus geben nun einen besonderen Stempel die Bettelorden, wie die Franziskaner und die Dominikaner. Danach haben auf die Glaubens- und Kulturformung der Kroaten einen großen Einfluss die Jesuiten ausgeübt. Kirchliche Schriftsteller aus dem nördlichen Kroatien und besonders aus Dubrovnik, dem freien Sitz der kroatischen Kultur, haben viel für die Standardisierung und Verbreitung der kroatischen Literatursprache getan und somit beachtlich das kroatische nationale Wesen gefestigt.
Bereits seit dem 9. Jahrhundert notiert man in Kroatien das einmalige Vorkommen der römisch-katholischen Liturgie in der Volkssprache, einer besonderen glagolitischen Schrift, einzigartig in der gesamten römisch-katholischen Welt. Trotz verschiedener Unstimmigkeiten und Widerstände, hat der Heilige Stuhl die Anwendung der Volkssprache in der Liturgie genehmigt, so dass die Kroaten bis zum II. Vatikanischen Konzil, ein römisch-katholisches Volk waren, die nicht als Liturgiesprache Latein benutzen mussten.
Im 15. Jahrhundert hat sich immer mehr ein eigenständiger neuer Staat gebildet auf dem Gebiet des alten kroatischen Staates nach der Entstehung der Personalunion mit Ungarn, auf dem Gebiet des heutigen Bosnien und Herzegowina. Somit entstand dort kurz bevor der türkischen Invasion ein starkes kroatisches Königreich. Genau auf diesem Gebiet kommt die türkische osmanische Gewalt und im Laufe des Jahrhunderts wird das alte kroatische Königreich getrennt. Ein großer Teil wird islamisiert und ein anderer Teil trat von dem katholischen Glauben zum Orthodoxen über, was dem türkischen Staat viel angenehmer war. Zwischen dem übriggebliebenen Teil der Katholiken (Kroaten) in Bosnien und Herzegowina lebten und wirkten einige Jahrhunderte die Franziskaner, die den Glauben, die Kultur und Nationalität und somit die Identität der Kroaten von diesem Gebiet bewahrten.
Im 20. Jahrhundert auf Druck des bolschewistischen Atheismus, wurde die katholische Kirche im kroatischen Volk, an der Spitze mit Kardinal Stepinac, Zeuge für den Kampf des Volkes für seine Freiheit und Religion. Damit übernahm sie eine wertvolle Rolle zur Vorbereitung eines neuen demokratischen Zeitalters.
In der Zeit der Aggression von Großserbien auf Kroatien (1991-1995) hat die katholische Kirche eine schwere Verfolgung erlitten, die man am besten anhand der Tatsache sehen kann, dass es seit Anfang 1992 im Staat 324 284 Vertriebene gab, von denen der größte Teil Kirchenmitglieder waren.
- Drei Priester und Glaubensbrüder wurden ermordet,
- 17 waren in serbischer Gefangenschaft,
- 226 Priester, Glaubensbrüder und Ordensschwestern mussten ihren         
  Lebensraum verlassen.
- Zerstört und beschädigt wurden insgesamt 1426 sakrale Objekte.
In der Republik Kroatien erlebte die katholische Kirche ihre Befreiung. Sie hat einen definierten rechtlichen Status und ist autonom in ihrem Gebiet. Es wird ihr ermöglicht, Religionsunterricht in staatlichen Grund- und Mittelschulen zu halten, für diejenigen Schüler, die dieses Fach wählen. Sie kann ebenso auch alleine kath. Schulen gründen und es ist ihr ermöglicht, pastorale Seelsorge für Katholiken in den Streitkräften und bei der Polizei zu leisten.
Die Kroaten haben seit mehr als 13 Jahrhunderte ihrer Christenheit der allgemeinen Kirche mindesten 10 Selige hinterlassen: Sel. Oton aus Pula (+1241), Sel. Pavao Dalmatinac (+ 1255), Sel. Julijan aus Bala in Istrien (+1349), Sel. Nikola Milinović (+1490), Sel. Katarina Kotromanić Kosača (+1478), Sel. Antun Zadranin (+1490), Sel. Anđeo Horvat (+1490), Sel. Jakov Zadranin(+1490), Sel. Gracijan aus Mula in Boka Kotorska (+1508), Sel. Ozana Kotorska (+1565), Sel. Augustin Kažotić (+1323), Sel. Alojzijae Stepinac (+1960) und mehrere Heilige, unter denen auch der Hl. Nikola Tavelić (+1391), Hl. Leopold Bogdan Mandić (+1942), Hl. Marko Križevčanin (+1619). Beim dritten Besuch Kroatiens von Papst Johannes Paul II., am 7. Juni 2003, hat er dies zum Anlass genommen, die Ordensschwester Marija Propetoga Petković und während seines zweiten Besuches in Bosnien und Herzegowina, am 22. Juni 2013 in Banja Luka, den Laien Dr. Ivan (Hans) Merz selig zu sprechen. Im Jahre 2013 wurde der Priester Miroslav Bulešić (+1947), selig gesprochen, ein Opfer des kommunistischen Hasses gegenüber der katholischen Kirche im kroatischen Volk.

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Liturgija dana

Novi župni listić!

Želim krstiti dijete!

Želim se vjenčati!

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